Pedelec, S-Pedelec oder E-Bike – was hast du eigentlich?

Im Alltag nennen wir alles "E-Bike" – rechtlich macht der Unterschied jedoch enormen Unterschied. Diese drei Kategorien gelten in Deutschland:

TypGeschwindigkeitMotorRechtlicher StatusFührerscheinVersicherung
Pedelecbis 25 km/h250 W, nur beim TretenFahrradKeinerNicht Pflicht*
S-Pedelecbis 45 km/h4.000 W, beim TretenKleinkraftradKlasse AMPflicht!
E-Bike (Gasgriff)bis 25 km/hohne TretenMofaAM/BPflicht!

*Nicht gesetzlich Pflicht, aber dringend empfohlen – siehe unten.

Das Pedelec – das beliebteste E-Bike Deutschlands

Das klassische Pedelec (bis 25 km/h, max. 250 Watt) gilt rechtlich als Fahrrad – kein Führerschein, kein Mindestalter, keine Zulassung. Du darfst auf Radwegen fahren, Kinder mitnehmen und Anhänger befestigen.

💡 Tipp: Trotzdem versichern!

Obwohl die Haftpflicht beim Pedelec nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, empfehlen Verbraucherschützer dringend eine Fahrrad- oder Pedelec-Versicherung. Der Grund: Hausratversicherungen zahlen bei Diebstahl auf der Straße meist nicht. Ein teures E-Bike (Ø 2.500–5.000 €) ohne Schutz ist ein erhebliches finanzielles Risiko.

Das S-Pedelec – schnell, aber mit Pflichten

S-Pedelecs unterstützen bis zu 45 km/h und gelten als Kleinkraftrad. Folgende Pflichten gelten:

📋 S-Pedelec Pflichten

Führerschein Klasse AM (oder B, A1, A2, A) – Pflicht
Haftpflichtversicherung – gesetzlich vorgeschrieben
Versicherungskennzeichen am Heck – Pflicht
Helm Pflicht (Motorradhelm empfohlen)
Radwege verboten – nur auf der Fahrbahn
Mindestalter: 16 Jahre

Diebstahlschutz – das größte unterschätzte Risiko

Rund 300.000 Fahrräder werden in Deutschland jährlich gestohlen. E-Bikes sind wegen ihres hohen Wiederverkaufswertes besonders beliebt. Was die wenigsten wissen: Die Hausratversicherung zahlt nur bei Einbruchdiebstahl aus dem verschlossenen Keller. Wird dein E-Bike draußen gestohlen, zahlt sie in der Regel nicht. Eine separate Fahrradversicherung schließt genau diese Lücke.

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Was deckt eine E-Bike-Versicherung?

LeistungPedelec-VersicherungS-Pedelec-Versicherung
Diebstahl (unterwegs)✓ Ja✓ Ja
Vandalismusschäden✓ Ja✓ Ja
Sturzschäden (Kasko)✓ Ja✓ Ja
Akkuschädenje nach Tarifje nach Tarif
Haftpflicht (Dritte)je nach Tarif✓ Pflicht
⚠️ Finger weg vom Tuning!

Das Manipulieren der Motorleistung oder Abschaltgeschwindigkeit ist in Deutschland illegal. Es erlischt die Betriebserlaubnis, der Versicherungsschutz entfällt und bei einem Unfall haftest du vollständig. Bußgelder bis zu 500 € drohen.

Kosten im Überblick

TypEmpfohlener SchutzKosten ca.Pflicht?
Pedelec (bis 25 km/h)Diebstahl + Kasko80–140 €/JahrNein
S-Pedelec (bis 45 km/h)Haftpflicht + Kasko130–250 €/JahrHaftpflicht Pflicht

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FAQ – E-Bike Versicherung

Muss ich mein normales Pedelec versichern?
Gesetzlich nicht – ein Pedelec bis 25 km/h gilt als Fahrrad. Aber: Diebstahl auf der Straße ist durch die Hausratversicherung meist nicht gedeckt. Bei einem Wert von 3.000+ € ist eine Fahrradversicherung dringend empfohlen.
Was kostet eine E-Bike-Versicherung?
Die Kosten hängen vom Fahrzeugwert ab. Für ein Pedelec im Wert von 3.000 € rechne mit ca. 80–140 € pro Jahr für einen guten Rundumschutz. S-Pedelec-Haftpflicht gibt es ab ca. 60 €/Jahr.
Gilt meine E-Bike-Versicherung auch im Urlaub?
Das hängt vom Tarif ab. Viele Anbieter versichern auch Diebstahl im europäischen Ausland – prüfe dies beim Abschluss. Gute Tarife bieten weltweiten Schutz.
Brauche ich für ein S-Pedelec einen Führerschein?
Ja. S-Pedelecs gelten als Kleinkraftrad. Du brauchst mindestens die Führerscheinklasse AM. Diese ist im PKW-Führerschein (Klasse B) bereits enthalten.

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